Der Lokschuppen

Die Bahnbetriebswerk-Außenstelle Amberg

Um die Lokomotiven für die drei von Amberg aus abgehenden Stichbahnen zu restaurieren und bereit zu halten wurde im nordwestlichen Bereich des Bahnhofs von Amberg eine Lokstation errichtet, welche dem Bahnbetriebswerk Schwandorf unterstellt war.  Hierzu gehören die Gleisanlagen zur Versorgung und zum Abstellen der Lokomotiven, sowie ein fünfständiger Lokschuppen. Der Lokschuppen wird mit einer im Jahre 1940 errichteten Drehscheibe bedient. Diese Drehscheibe ersetzte eine ältere Scheibe aus dem Jahre 1923,  da in den dreißiger Jahren  ein Neubau nötig wurde, um die längeren Lokomotiven der Einheitsbauart hier drehen zu können. So wurden die mit schweren Zügen von Nürnberg zur Maxhütte nach Sulzbach-Rosenberg  fahrenden Lokomotiven der Baureihen 44 und 50 in Amberg für die Rückfahrt gedreht.

Nach dem Ende des Dampfbetriebs in der Oberpfalz im Jahre 1975 fand das Gelände noch zur Abstellung von Dieselfahrzeugen und als Einsatzstelle für die Bahnmeisterei Verwendung. Eine kurze Blüte erlebte die Lokstation zum 150 jährigen Jubiläum der Eisenbahn in Deutschland 1985, als die Dampflokomotiven mit Sonderzügen von Nürnberg hier gewendet wurden. Nach dem aber zwischenzeitlich die drei von Amberg aus abgehenden Stichbahnen bis auf eine geschlossen wurden, war eine Abstellung von Lokomotiven nicht mehr nötig und das Areal konnte als Abstellplatz für Busse verwendet werden. In dieser Zeit wurden auch die meisten der Gleise rund um die Drehscheibe abgebaut. Im angehenden 21. Jahrhundert hat sich auch der Busbetrieb zurückgezogen und die noch vorhandene Bausubstanz verfiel zusehens.

Unser Ziel ist es den Lokschuppen zu sanieren, sodass wir unsere Fahrzeuge witterungsunabhängig ausstellen können. Derzeit wird das Dach des Gebäudes saniert und mit neuen Schweißbahnen dicht gemacht. Sobald dieser bauabschnitt abgeschlossen ist, möchten wir uns darum kümmern die Zufahrtsgleise zwischen Drehbühne und Lokschuppen zu legen. Weitere Schritte wären danach, dass Sozialgebäude, welches im zuge der sanirung abgerissen werden musste, wieder aufzubauen. Die Bausubstanz war leider so marode, das sich eine restaurierung nicht gelohnt hätte. Weitere maßnahmen der wiederherstellung beinhaltet auch das Nebengebäude, welches durch uns schon zum Teil eingerissen wurde um eine Grundlage für einen wiederaufbau zu schaffen. Dieses Gebäude soll als “Garage” für unsere nicht schienengebundenen Fahrzeuge dienen.